Lyrik

Zweifelhaft

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Die Winde sie rauschen
Die Gräser erbeben
Sie streifen zur Sonne dahin

Überm Haupte der Flieder
Der Himmel gefärbt
Es könnt Herbst sein, oder auch Sommer oder ein warmer Beginn

Es ist ja jetzt Mittag
Dann ist doch da Norden
Ach nein die Uhr zeigt schon sechs

Uhren sind sicher
Eine Zahl kann nicht lügen
Die Uhrzeit ist immer gewiss

Da soll noch jemand behaupten
Unsre Welt so düster und groß
Kriegt niemals den Zweifel von Dingen
Aus der Natur des Beginns

Doch wie ich die sechs jetzt so sehe
liegt sie doch falsch herum
sodass ich alsbald erkenne
das Sichre ist wahrer Verlust

Obwohl ich danach dürste
Wie nach Wasser in der Wüste
Obwohl ich danach schreie
Wie ein Säugling nach der Milch
Werd ich nie ergreifen,
auch wenn ich dafür brenne,
Das Absolute meiner Sicht

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