Lyrik

Leibendes Leiben

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Der Morgen rot, der Himmel blau dahinter in Gedanken
Das Sinnen kreist, im Denken fröhlich fehlen Worte zum Bedanken
Leiber tanzen, taumelnd wankend geschickt zur Existenz
Leiber wandern, wandelnd tief bewegt zur Eloquenz

O holder Erdengrund auf dem sich alle Wahrheiten finden
O holder Lebensmund an den sich alle Pulsschläge binden

Blitzschlag! eine Himmelsichel schneidet scheidend
Grundlos das Wort lachend erwacht
Die Höhe glüht, verglimmend glimmend
Unversehens der Leib in Denkens-Haft

Innwendig stockend schreitet der Tanz zum Marsch
Der Wörter Blitz durschlägt gewitzt das Rot im Morgen
Der erlahmte Leib wurzelt vernunftbegabt zum Stehenbleiben
Vom Beschenkten zum Gedrängten
Vom Rot ins Blau
Vom Gewobenen zum Netz
in das ein Herrscher-Ich vom Himmel fällt

Die Mauern fest aus Stein
Bald fährt das Tor herunter
Im Innern nur das Echo
Was schreit da froh und munter?

Der Tag ganz wach, er leuchtet hell im Ich´sen-Himmel
Das Denken wacht, weil Empfindung ein allzu kalter Schimmel
Das Rot ist tot, erdrückt vom Ich, dass so individuell gekrönt
Du leibend Puls am Tropf der Zeit wie lang bleibst du verhöhnt?

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