Lyrik

  • Fundament Da ist Plastik Da ist Kohle Da ist dunkler Smog Da ist rechts Da ist links Da ist Orientierung Da ist richtig Da ist falsch Da ist von allem zu viel So habe ich gehört Unsre Welt geht zu Grunde Wir schaffen uns ab Versinken im eigenen Kot Die Geburt unsres Monsters Wir zogen es groß Um zu enden durch eigene Brut Unser Blick ist ein Tunnel Wir schauen nicht hoch Das Leben ...
  • Zweifelhaft Die Winde sie rauschen Die Gräser erbeben Sie streifen zur Sonne dahin Überm Haupte der Flieder Der Himmel gefärbt Es könnt Herbst sein, oder auch Sommer oder ein warmer Beginn Es ist ja jetzt Mittag Dann ist doch da Norden Ach nein die Uhr zeigt schon sechs Uhren sind sicher Eine Zahl kann nicht lügen Die Uhrzeit ist immer gewiss Da soll noch jemand behaupten Unsre Welt so ...
  • Wer möchtest du sein in dieser Welt? Ich werd Schreiner Ich werd Sänger Ich werd Superstar Ich hör Pop Ich hör Rock Ich kündig Spotify Ich bin blond Ich bin pink Ich verliere mein Haar Wer möchtest du sein in dieser Welt? Was ist es dass dich am Leben hält? Heute mono Morgen poly Amors Pfeil ist ein Streuschuss Heute Frau Morgen Mann Eigentlich bin ich ein Pferd Heute braun Morgen rot Es überlebt nur Anarchie Wer möchtest du sein in dieser ...
  • Striche, Worte, Sätze. Wasanderes. Eine Linie zu einer Linie zu einer Dreiecksgestalt Ein Strich zu einem Strich zu einem Buchtstaben Ein Vokal folgt einem Konsonanten vom Gemenge zum Wort Worte - hier kurz, da lang Der Satz ein Gedanke in Strichen Ein Blitz aus dem Kosmos Unendliche Weite Gedanken kleine Kratzer Die Teile einer Welt Ich öffne die Augen Schau hinaus in das vor mir Da sind viele Dinge Viel, das ...
  • Du bist viele Das Reißen des Winds Lässt Gebilde erzittern Das Schwanken der Türme Sie halten kaum mehr Eine Schwalbe Breitet fröhlich die Flügel Lässt sich treiben Von der Wind-Gewalt Unangestrengt schwebt sie dahin Wohin all die Türme wollen Das Getöse des Meers Wirft Schiffe umher Das Knicken der Maste Hier ist nicht ihr Platz Ein Tunfisch Stürzt fröhlich ins Getöse Lässt sich treiben Von der Meers-Gewalt Unangestrengt entschwindet er jenen Die ihn fangen wollen Die Begierde blutleer ...
  • Das Floß Gehalten im Treiben des Flusses Geblieben im Bleiben des Musses Verzweiflung durch Weite im Blick Gebunden vom Knoten der Strick Getragen im Wasser vom Floß Am Ufer die Auen aus Moos Stehen im Schnellen der Bewegung Umbruch die einzige Bestrebung Schreien ein bittendes Flehen Kann mich denn niemand verstehen? Die wache Natur im Zufall erwacht Ein Sturm, eine allzu chaotische Macht Ein Aufburch im Aufbruch des Bunds Ein ...
  • Bibliothek Geschichten in Büchern Verschiedene Welten phantastisch schön Kräfte die unmöglich gedacht Wunder willens entflossen aus Figuren Hand Wunder zu Traum Traum zu Geschichte Der Alltag bestimmt Ein jeder Erzähler heutiger Welten O wie nah ist entrinnen O wie nah ist Betrug O wie fern bin ich O wie nah bist du Flucht im 2. oder 3. Es bin nicht ich es bist du Vor der unendlich Bücher Regale Vor der ...
  • Du bist Liebe Draußen vor den Fenstern Sehe ich Liebe in deinem Morgen glühen Der Wind im Haar Das Blau im Frühling Der Aufruf lässt mich mit dir weiterziehen Führt meine Angst vor Misserfolg zur Sublimation Gemeinsame Bande die Hoffnung weit versprühen Du bist Liebe Du bist der erhabene Blick in der fragenden Wüste   Bei geöffnetem Fenster Sehe ich Liebe, die sich brennend in den Zenit erhebt Der Boden ...
  • Etwas will heraus Etwas stürmt, etwas drängt, etwas will heraus In des Kampfes Angesicht Macht den Moment zu vielen Die blitzende Klinge fährt knirschend ins Fleisch   Etwas stürmt, etwas drängt, etwas will heraus Abkochende Stille schreitet leise ins Haus Die Glieder leblos dahingerafft   Etwas stürmt, etwas drängt, etwas will heraus Kraftlosigkeit ringt mit dem Herauswollenden Auseinandergerissen Körper wie Geist Ein stummer Schrei   Etwas stürmt, etwas drängt, etwas will heraus Geäußert ...
  • Amor Fati In der Luft knistern Ihre Hälse recken die Blumen Prachtvoll stolz Am Nachklang der Nacht klebt der Morgentau Sonnig, froh lockt der Tag   Der Wind fährt dir durchs Haar Deine Lider schwingen sich auf Du hebst mich sanft empor Lässt mich schweben ohne Furcht vor Tiefe   Wer bist du? Die sich Leben nennt Wer bist du? Der täglich neu verwandelt vor mir steht Will ich dich ...
  • Die Stille ist dicht Die Stille ist dicht   Feine Worte tropfen auf schwarzen Asphalt Sammeln sich in Sätzen Allmählich vermengt zu Sinn   Mehr Tropfen sausen herab Sammeln sich zu neuen Pfützen Rasch wachsen sie alle an   Ein Fluss gebildet Überschwemmt die Stadt Reißt alles mit sich   Bricht ein ins große Mehr Wirbelt auf die Wellen In die Höhe spritzen verwirbelt Worte schäumend   Sinn reist auseinander zerstäubt in der Luft   Zurück bleibt das Meer Glatt, friedlich, ...
  • Ein Stück mehr ICH Am Anfang ein Kreis Menschen vereint Gleichgesinnt   Crescendo eine Stimme lüftet Stille   Dämonen erwachen Feuern an   Von allen Seiten Stimmen   Worte entfremden sich Keine Verbindung Keine Vermengung Auslöschung   Weitere Stimmen, weitere Worte Alle zersprengen einander Schäumende Gischt in den Mündern   Und plötzlich Stille Als letzte Konsequenz Leere   Zurück bleibt Distinktion Salzig in der Luft   Entgleiten der Gemeinschaft Gleichsinn verirrt zum Unsinn Geendet im Kampf für ein Stück mehr „Ich“ Für nichts    
  • Vorbeigehen Es war einmal ein Zeitgeist einer der durch die Zeit reist Sehen passierte im Vorbeigehen erkennen vor dem Umsehen Nur war dann bereits viel Vorbeigehendes im Weg es kam sogar dass einer vorbeiging obwohl er stand Im zweiten Vorbeigehen liegt so des Zeitgeist Bedauern denn es ist schon vorbei gegangen an was er einst vorbei gegangen
  • Blüten des Bewusstseins Es ist komisch was die Zeit für Blüten treibt sodass nur Abstraktes ein schicklicher Spiegel oder ob das Surreale heute schon Reales zeigt vermutlich grenzen wir uns selbst durch Schloss und Riegel
  • Vatertagssonett Die Uhr steht still an freiem sowie schönen Tage Weshalb haben wir manchmal ultragelbe Haare Weshalb entzücken Feen durch Hochzeitskleider Verständnislos verfolgen wir die Wege Zweiter Ein Autor allzu fadenscheinig aß sein Faden Der Verse Sinn liegt in dem unteren vergraben Es bietet für uns trotzdem Unterhaltung mit einer wortgewandten Textgestaltung Zum Abschluss resultiert folgende Essenz ich würdige durch textgewaltige Präsenz die ziemlich schöne väterliche ...
  • Perspektive Blau ist eine warme Farbe Der Himmel eine nicht enden wollende Sage Vergangenheit die Überlieferung alter Tage Liebe am Ende eine Gretchen Frage Wie geht’s meistens eine leere Phrase Erfolg im Zeitgeist das höchste aller Güter Der Klassenclown am Ende ein Gerügter Klassische Geschlechterrollen eine Scheidung der Gemüter Scheidung der Schmerz vieler Betrübter Scheidung gelegentlich auch ein Abbiegen Krankheit häufig ein Erliegen Schlaflosigkeit eine Folge schlafloser ...
  • 1 + 1 = 1 Allein sein zu zweit sein allein zu zweit trotz gemeinsamer Zeit Wie es schreit dies emotionale Kleid nach Narkose durch menschliche Symbiose Es ist ein Assassine verhüllt in einer wünderschönen Maske Eine schockierende Gewalt in Katzenbabygestalt
  • JA dann / NA dann Ja dann, na dann! Diese Momente, in denen alles klar ist, es ist nicht das „Was danach?“, das mich bremst- oder vielleicht doch? Wenn die Konstellation anders wär, eine Kleinigkeit hier und dort, eigentlich schon ganz anders im Gesamten. Ja dann, na dann! Wenn ich doch woanders wär, an einem anderen Ort in einer anderen Welt, eine Welt in ...
  • Demaskierung Leere. Ein Stechen im Bauch. Ein Gedanke an sie. Zwei Gedanken an sie. Ein Bild von ihr. Eine Gegenwart ohne sie. Der richtige Weg? Die richtige Entscheidung? Demaskierung. Ein Bild. Ein Szenario. Intimität. Zwei Körper. Feuer. Leidenschaft. Explosivität. Liebe. Verlangen. Triebe. Vereinigung. Lautes Atmen. Ein Stöhnen. Mit ihr. Ohne mich. Schmerz. Brennende Leere. Ein Stechen im Bauch. Vergänglichkeit. Austauschbarkeit. Emotionale ...